Aus design@garten wird DESIGA®

Wir sind stolz darauf, diesen mutigen Schritt gegangen zu sein: Wir haben uns umbenannt. Nach einem langen Prozess und der Auslotung vieler Details freuen wir uns darüber, Ihnen unseren neuen Markennamen vorstellen zu dürfen.

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Die extensive Dachbegrünung

Die Installation einer Dachbegrünung auf einem DESIGA® Gartenhaus erfordert eine präzise Abstimmung der funktionalen Schichten. Im Vordergrund steht der Schutz der tragenden Konstruktion und der Abdichtung. Die optische Einfassung erfolgt durch die umlaufende Dachaufkantung mit einer Höhe von 5 cm, was eine flache und kontrollierte Umsetzung des Gründachaufbaus ermöglicht.

Technischer Schichtaufbau: Sieben Lagen mit klarer Funktion

Um ein gesundes Pflanzenwachstum bei gleichzeitigem Schutz der Dachhaut zu gewährleisten, wird ein mehrlagiges System verwendet. Jede Schicht erfüllt eine spezifische Funktion – keine ist optional, keine ist redundant. Der Aufbau gliedert sich von unten nach oben:

  1. 1. EPDM-Dachbahn – Die primäre Abdichtungsebene, wie in Kapitel 2 beschrieben.

  2. 2. Wurzelschutzvlies/-folie – Zwingend erforderlich. Pflanzenwurzeln durchdringen über Zeit selbst widerstandsfähige Materialien. Eine zertifizierte Wurzelschutzschicht verhindert, dass Sedum-Wurzeln die EPDM-Folie beschädigen, und stellt die langfristige Dichtigkeit sicher.

  3. 3. Schutzlage – Ein Speichervlies, das die Wurzelschutzfolie vor mechanischen Beschädigungen schützt und zusätzlich Wasser speichert.

  4. 4. Drainage- und Speicherelement – In der Regel Noppenplatten. Sie leiten überschüssiges Regenwasser zum Abfluss ab und speichern gleichzeitig eine Wasserreserve für Trockenperioden.

  5. 5. Filtervlies – Verhindert, dass Feinanteile aus dem Substrat in die Drainageschicht geschwemmt werden.

  6. 6. Substrat – Eine mineralische Erdschicht, speziell auf die Bedürfnisse von Flachdachpflanzen abgestimmt. Bei einer Aufkantung von 5–8 cm wird die Substrathöhe so angepasst, dass ein bündiger Abschluss entsteht.

  7. 7. Vegetationsschicht – Verschiedene Sedum-Arten (Fetthenne), die als Sprossen ausgesät oder als fertige Matten verlegt werden.

 

Für die Begrünung eignet sich ausschließlich die extensive Variante: niedrigwachsende, genügsame Sedum-Arten, die mit minimaler Substrattiefe und ohne regelmäßige Bewässerung auskommen. Diese Pflanzen sind frosthart, hitzeresistent und regenerieren sich nach Trockenperioden selbstständig. Eine intensive Begrünung mit Stauden, Gräsern oder gar Rasen ist bei der gegebenen Aufkantungshöhe und Statik nicht vorgesehen – und würde dem minimalistischen Gestaltungsprinzip widersprechen.

Funktionale Vorteile: Schutz, Klima, Wassermanagement

Neben der ökologischen und optischen Aufwertung bietet der Schichtaufbau konkrete technische Vorteile für das Gebäude. Die Kombination aus Wurzelschutz, Substrat und Pflanzen schirmt die EPDM-Bahn vollständig von ultravioletter Strahlung ab – der wichtigste Alterungsfaktor bei Flachdachabdichtungen entfällt damit komplett. Extreme Temperaturspitzen auf der Dachoberfläche werden abgepuffert: Wo eine nackte schwarze Folie im Hochsommer Temperaturen von über 70 °C erreichen kann, bleibt die Oberfläche unter dem Substrat bei 25–30 °C. Die Materialermüdung der Dachhaut wird dadurch drastisch reduziert.

Im Sommer wirkt die Begrünung durch Verdunstungskälte kühlend auf das Innere des Gartenhauses – ein Effekt, der bei der Nutzung als Werkstatt, Büro oder Rückzugsort spürbar wird. Im Winter dient der gesamte Aufbau als zusätzliche thermische Masse, die schnelle Temperaturwechsel dämpft und die Konstruktion vor Frost-Tau-Zyklen schützt.

Ein oft unterschätzter Vorteil ist das Wassermanagement: Ein Großteil des Niederschlagswassers wird in den Schichten gebunden und verdunstet direkt vor Ort. Bei einem typischen Starkregen-Ereignis verzögert die Begrünung den Abfluss um 30–60 Minuten und reduziert die Abflussmenge um bis zu 50 %. Das entlastet das Entwässerungssystem und kann je nach Kommune sogar die Niederschlagswassergebühr reduzieren.