Architektur und Formgebung: Das Flachdach als gestalterische Entscheidung
Dachkonstruktion und Abdichtung: Technische Sicherheit und Materialgüte
Die extensive Dachbegrünung
Dachbekiesung: Ballastschicht und technischer Schutz
Wartung und Sicherheit: Konstruktive Vorsorge für das Dach
Die Entwässerung eines DESIGA® Gartenhauses ist so konzipiert, dass sie die optische Integrität des Gebäudes wahrt, während sie gleichzeitig die strukturelle Belastbarkeit maximiert. Hierbei kommen unterschiedliche konstruktive Ansätze zum Tragen, die sich nach der Dimension des Gebäudes richten.
Standardmäßig wird in die Dachkonstruktion ein einseitiges Gefälle von ca. 2 cm integriert. Dieses Gefälle ist von außen nicht sichtbar, da es durch die umlaufende Dachaufkantung kaschiert wird. Es stellt sicher, dass Feuchtigkeit gezielt auf die Seite mit dem Entwässerungspunkt geleitet wird, ohne die horizontale Linienführung zu beeinträchtigen. Diese Lösung funktioniert bei Standardmaßen zuverlässig und wartungsarm – das Wasser läuft, wohin es soll.
Bei Projekten mit einer Gebäudetiefe von mehr als 3 Metern ändern sich die konstruktiven Prioritäten. Um ein Gefälle in die massiven Holzbalken einzuarbeiten, müssten diese ausgeklinkt oder schräg zugeschnitten werden. Bei großen Spannweiten würde das die Tragfähigkeit des Holzes schwächen – ein Kompromiss, den wir nicht eingehen. In diesen Fällen setzen wir auf eine plane Dachkonstruktion, die die volle Querschnittsstärke der Balken erhält. Spannweiten bis 5 m lassen sich so sicher realisieren, ohne statische Reserven zu opfern.
Sollte es aufgrund der planen Konstruktion zu punktuell stehendem Wasser kommen, ist das technisch unbedenklich. Die EPDM-Dachfolie ist im Gegensatz zu Bitumenbahnen vollkommen wasserunempfindlich und dauerhaft resistent gegen stehende Nässe sowie die darin enthaltenen Mikroorganismen. Pfützenbildung auf einem EPDM-Dach ist kein Mangel – sie ist ein kalkulierter Zustand, den das Material problemlos und dauerhaft verträgt.

Die Ableitung des Regenwassers erfolgt über ein integriertes System, das konsequent auf die Ästhetik des Gebäudes abgestimmt ist. Das Fallrohr wird im Inneren des Gartenhauses platziert – nicht an der Fassade, nicht seitlich sichtbar, nicht als nachträgliches Anbauteil. Die klare Optik der HPL-Fassade bleibt vollständig erhalten, kein Regenrohr unterbricht die Fläche.
Der Standard-Abfluss ist in DN50 dimensioniert. Diese Nennweite ist großzügig bemessen und übersteigt die rechnerisch erforderliche Kapazität für unsere Dachflächen deutlich. Auch bei Starkregenereignissen entwässert das System staufrei. Bei großen Gartenhäusern mit einer Tiefe von mehr als 3 m und einem Dach ohne Gefälle empfehlen wir einen zweiten Entwässerungspunkt, um die anfallende Wassermenge auf zwei Ablaufstellen zu verteilen und Standwasser weiter zu minimieren.
Die Position des Ablaufpunkts wird bereits in der Planungsphase mit dem Kunden abgestimmt. Je nach Grundstückssituation kann der Ablauf an die Kanalisation, eine Regenwassertonne oder eine Versickerungsmulde angeschlossen werden. Das System ist offen konzipiert – es schreibt keine bestimmte Weiterleitung vor, sondern passt sich an die Gegebenheiten vor Ort an.
