Die fachgerechte Erstellung des Fundaments ist die wichtigste Voraussetzung für die Montage und die langfristige Funktion Ihres Gartenhauses. Da die gesamte Konstruktion auf einen festen und geraden Untergrund ausgelegt ist, muss der Untergrund absolut waagerecht und tragfähig sein. Nur so bleiben die Schiebeelemente dauerhaft leichtgängig und das Gehäuse spannungsfrei.
Für die Basis stehen Ihnen verschiedene Varianten zur Verfügung: Eine durchgehende Bodenplatte aus Beton, ein fachgerecht verlegter Plattenbelag oder ein verdichtetes Kopfsteinpflaster. Eine besonders bewährte Methode, gerade bei Neuanlagen, ist das Einpassen des Belags in eine Randeinfassung aus Beton-Randsteinen. Auf diesen Steinen wird später die Wandkonstruktion des Gartenhauses positioniert und verankert.
Ein sicheres Fundament braucht Spielraum. Bei einer Wandstärke von 6 cm ist die Verwendung von 8 cm breiten Randsteinen (sogenannten „80er Randsteinen“) ideal. Die zusätzliche Breite von 2 cm garantiert eine solide Auflagefläche und ermöglicht eine problemlose Verankerung im Untergrund.
Ein schmalerer Stein würde die Standsicherheit gefährden und läuft Gefahr beim Verankern zu brechen – setzen Sie daher auf das passende Maß für ein Ergebnis, das „sauber sitzt“.
Ein wichtiger Punkt bei der Planung der Fundamentmaße ist die sogenannte Phase der Randsteine. Viele Steine verfügen an den Oberkanten über eine 45-Grad-Abschrägung (Phase), die meist ca. 0,5 cm breit ist. Diese Phase reduziert die effektiv nutzbare, waagerechte Standfläche auf der Oberseite des Steins.
Bei einem 8 cm breiten Randstein (80er) verbleiben nach Abzug der Phasen an beiden Seiten oft 1 cm weniger plane Stellfläche. Ein gewisser Puffer im Außenbereich ist sinnvoll. Planen Sie das Fundamentmaß daher niemals zu knapp. Wir empfehlen, das Fundament umlaufend etwa 1 cm größer als das Außenmaß des Hauses anzulegen. So stellen Sie sicher, dass die Stellfüße und Rahmenprofile vollflächig auf dem Stein aufliegen und nicht im Bereich der schrägen Phase stehen, was zu Instabilitäten führen könnte.
Sollte das Fundament oder die Terrasse größer sein als die Grundfläche des Gartenhauses, ist auf die Wasserführung zu achten. Die direkte Standfläche, auf der das Haus steht, muss zwingend absolut waagerecht ausgeführt werden.
Ein Gefälle für den Regenwasserablauf darf erst außerhalb der Außenkanten des Gartenhauses beginnen. Dies verhindert, dass Oberflächenwasser unter die Bodenprofile läuft und sorgt für einen kontrollierten Abfluss vom Gebäude weg.
Die Wahl des Belags bestimmt nicht nur die Optik, sondern auch, wie punktstabil Ihr Gartenhaus steht. Bei einem Gesamtgewicht von ca. 1.500 kg und auftretenden Punktlasten von bis zu 250 kg (z. B. durch Pfosten oder schwere Einrichtung) sollte die Basis sorgfältig gewählt werden.
Perfekt für Gartenhäuser, die als hochwertiger Wohn- oder Arbeitsraum genutzt werden.
Der Klassiker, wenn es um Robustheit und einfache Verarbeitung geht.
Großformatige Platten sorgen für ein ruhiges Bodenbild.
Wenn es um ein massives Gartenhaus geht, ist die armierte Betonplatte die technisch sicherste Lösung. Wer keine Kompromisse bei der Stabilität eingehen will, findet hier sein Fundament.
Warum diese Lösung?
Die Kombination aus Beton und Stahlbewehrung macht diese Basis extrem belastbar und langlebig. Hier sind die entscheidenden Vorteile im Überblick:
| Posten | Einschätzung | Ungefährer Preis |
|---|---|---|
| Gesamtkosten | Mittel bis Hoch | €€€ |
| Material | Beton und Stahl | ca. 35–50 €/m² |
Tipp vom Profi: Achte darauf, unter der Platte eine ordentliche Frostschutzschicht (Schotter/Kies) einzuplanen, damit der Frost im Winter das Premium-Fundament nicht anhebt.
Kaum eine Bestandsfläche im Garten ist vollkommen eben. Damit Ihr Gartenhaus später nicht nur „sauber sitzt“, sondern auch perfekt im Lot steht, ist eine Planung des Höhenausgleichs unerlässlich.
Um den Vorbereitungsaufwand zu bestimmen, müssen Sie zunächst das bestehende Gefälle ermitteln. Sollten Sie keine Laser-Messtechnik zur Hand haben, lässt sich dies einfach mit einer 1-Meter-Wasserwaage erledigen:
Beispiel: Ein Gefälle von 1 cm pro Meter ergibt bei einer Hauslänge von 4 Metern einen Gesamthöhenunterschied von 4 cm.
Für kleinere Unebenheiten sind unsere Gartenhäuser standardmäßig gerüstet. Unsere speziellen Stellfüße können werkseitig einen Höhenunterschied von bis zu 6 cm ausgleichen.
Wir empfehlen jedoch, für eine optimale Stabilität und einfache Feinjustierung einen Puffer von 3 bis 4 cm einzuplanen. So bleibt genug Spielraum, um das Haus perfekt auszurichten, ohne die Gewindestangen der Stellfüße bis ans Limit auszureizen.
Wenn Ihre Bestandsfläche eine stärkere Neigung aufweist und der absolute Höhenunterschied mehr als 6 cm beträgt, stoßen herkömmliche Stellfüße an ihre Grenzen. In diesem Fall bieten wir eine spezifische Gefälleanpassung des gesamten Gartenhauses an.
Hierbei wird die Konstruktion individuell auf Ihre Hanglage zugeschnitten. Das Ergebnis: Trotz Schräglage des Untergrunds steht der Kubus optisch harmonisch und statisch einwandfrei in der Landschaft. So vermeiden wir unschöne große Lücken zwischen Boden und Unterkante und garantieren eine maximale Standfestigkeit.
Damit die Premium-Basis und das darauf thronende Haus langfristig vor Witterungseinflüssen geschützt sind, greift ein dreistufiges Schutzkonzept aus Abdichtung, Entwässerung und Belüftung.
Wichtiger Hinweis: Wenn die Bodenunebenheiten die 4 mm Grenze überschreiten, reicht die Profildichtung allein nicht mehr aus. In diesem Fall muss das Fundament entweder nachgearbeitet oder entlang der Wände eine Drainage verbaut werden.
Die präzise Platzierung der Versorgungsleitungen im Fundament ist das A und O. Nachträgliche Stemmarbeiten in der armierten Betonplatte sind zeitaufwendig und schwächen die Statik. Daher gilt: Erst planen, dann gießen.
| Schnittstelle | Empfohlener Abstand (Außenkante Wand zu Außenkante Rohr) | Ziel / Nutzen |
|---|---|---|
| Elektro-Leerrohre | mind. 8 cm | Verschwinden dezent in der Wandführung oder Raumecke. |
| Entwässerung | 10 cm (von der Außenecke) | Präzise Ausrichtung auf das Fallrohr. |
| Pooltechnik | 20 cm | Ausreichend Montagefreiraum für Wartung und Anschlüsse. |
Planungs-Tipp bei Beton-Fundamenten: Markieren Sie die Positionen der Rohre auf der Schalung, bevor der Beton kommt, und fixieren Sie diese gegen Verrutschen. Schon wenige Zentimeter Abweichung können dazu führen, dass ein Rohr später genau unter einer tragenden Schwelle endet.