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Der DESIGA-Montageablauf: Präzision vor Ort

Ihr Gartenhaus entsteht zum größten Teil nicht in Ihrem Garten, sondern vorher bei uns im Werk. Wand- und Dachelemente werden dort vorgefertigt, die Fassadenpaneele auf Maß zugeschnitten. Vor Ort bleibt ein klar getakteter Ablauf, den unser Team in aller Regel an einem Tag durchzieht – bei großen Häusern oder aufwändiger Zuwegung werden es zwei.

Schritt 1: Ankunft und Logistik-Check

Nach der Anfahrt mit dem 3,5-Tonnen-Sprinter prüft das Team zuerst die Zufahrtswege und legt den Weg zum Fundament fest. Anschließend werden die vorgefertigten Wand- und Dachelemente entladen und direkt am Montageplatz bereitgestellt, sortiert in der Reihenfolge, in der sie später gebraucht werden. Diese Viertelstunde Ordnung am Anfang spart im Tagesverlauf ein Vielfaches.

Schritt 2: Die Basis nivellieren

Zuerst kommt die Unterkonstruktion auf Ihr Fundament. Mit den Justierfüßen gleichen wir Unebenheiten millimetergenau aus; über den integrierten Innensechskant lässt sich jeder Fuß einzeln nachstellen, bis die Grundkonstruktion absolut waagerecht steht.

Dieser Schritt entscheidet über alles, was danach kommt. Eine Schiebetür läuft nur dann dauerhaft sauber, wenn der Rahmen, in dem sie hängt, im Lot ist – und eine Fuge wirkt nur dann ruhig, wenn die Ebene darunter stimmt. Hier wird deshalb nicht geschätzt, sondern gemessen.

Schritt 3: Die tragende Holzkonstruktion

Nun werden die Wandelemente aus Konstruktionsvollholz zusammengeschraubt. Direkt im Anschluss folgen die Dachträger, die den gesamten Kubus statisch aussteifen. Auf sie kommen die 19 mm starken Fichte-3-Schicht-Platten, die die Dachfläche zusätzlich stabilisieren. Erst wenn diese Ebene steht, ist das Haus als Tragwerk fertig – die Fassade darüber ist Hülle, nicht Statik.

Schritt 4: HPL-Fassade und Glas

Jetzt kommt die sichtbare Schicht. Die vorgefertigten HPL-Paneele werden ausgerichtet und montiert; hier entstehen die Fugenbilder, die Sie später jeden Tag sehen. Anschließend werden ESG-Glasfelder und Lichtbänder eingesetzt.

Dabei arbeiten wir mit Hartplastik-Schutzbuchsen. Glas und Holz dehnen sich unterschiedlich aus, und die Buchsen sorgen dafür, dass die Scheibe vollkommen spannungsfrei mit der Konstruktion verschraubt ist. Ohne diesen Zwischenschritt wären Spannungsrisse über die Jahre ein reales Risiko.

Schritt 5: Dachabdichtung und Entwässerung

Sobald der Kubus steht, wird die 1,5 mm starke EPDM-Dachbahn vollflächig verklebt. Das Fallrohr (DN50) führen wir im Inneren des Gartenhauses nach unten, sodass außen kein Rohr die Kubusform stört. Die Entwässerung erfolgt dann direkt im Fundament, sofern eine Sickergrube vorgesehen ist; alternativ führen wir das Rohr etwa 20 cm über dem Boden nach draußen. Ein Laubschutzgitter am Entwässerungspunkt hält die Ablauföffnung dauerhaft frei. Wie dieses System im Detail funktioniert, steht in Entwässerung und Statik.

Schritt 6: Verankerung und Übergabe

Zum Abschluss folgt die statische Sicherung. Wir bohren die systemseitig vorgesehenen Ankerstellen – mindestens vier pro Gartenhaus – und setzen Schwerlastanker für die Sturmsicherheit. Danach kommen die gemeinsame Endabnahme und eine kurze Einweisung in die Pflege. Die fällt bewusst knapp aus, weil es bei einer HPL-Fassade wenig zu erklären gibt.

Warum das so schnell geht

Der Zeitgewinn entsteht nicht auf der Baustelle, sondern davor. Jedes Element ist vorgefertigt, jede Bohrung sitzt, jedes Paneel ist auf Maß. Vor Ort wird gefügt, nicht gebaut. Das ist auch der Grund, warum ein Gartenhaus nach Maß im Aufbau nicht länger dauert als ein Standardmaß: Die Individualität steckt in der Fertigung, nicht in der Montage.

Was Sie am Montagetag erwartet

Ein Ansprechpartner sollte bei Anlieferung und Montagestart erreichbar sein, damit die endgültige Stellung, die Türposition und der Entwässerungspunkt gemeinsam freigegeben werden können. Das dauert wenige Minuten. Den Rest des Tages müssen Sie nicht anwesend sein.

Was bedeutet das für Sie?

Werkzeug, Kleinteile und Befestigungsmaterial bringt das Team vollständig mit – da müssen Sie nichts besorgen. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf Fundament, Zugang und ein kurzes Ja an zwei, drei Stellen. Was dafür bauseits fertig sein muss, steht in Wichtige Voraussetzungen für den Montagetag.